Beni’s Blog

29. Februar 2016

Und nun?

Wie machen wir jetzt weiter? Nach diesem Sonntag? Simonetta Sommaruga formuliert es treffend: «Nicht zum ersten Mal wirkt unser Land gespalten, ziehen sich Gräben durch die Schweiz.» Die mit den Hakenkreuz-Plakaten mögen genau so recht haben wie die am Stammtisch mit ihren Parolen. Sie glauben es zumindest, das dafür ganz fest. Aber weil sich beide Gruppen in etwa neutralisieren, wird auf absehbare Zeit keine „gewinnen“. Die stärkste Partei wird nicht klein beigeben. Und die vielfältige Front gegen sie wird jedes Mal umso energischer auftreten.

Modernisten und Nationalkonservative verbeissen sich ineinander. Und blockieren damit die erfolgreiche, in vielen Jahrzehnten destillierte Konsensdemokratie. Und mit ihr die Essenz der Willensnation Schweiz. Wir brauchen keine Extremlösungen und auch keine Hysterie. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als einen Weg zu finden miteinander. Mit beidseitigem Verständnis und Respekt vor abweichenden Meinungen. Nur so können wir den Erfolgsfaktor der Schweiz erhalten: Lösungsorientierten, überparteilichen Konsens. Für Stabilität und Wohlstand ist das von absolut entscheidender Bedeutung.

Manchmal braucht es den Input von jungen Menschen, um die wirklich wichtigen Dinge wieder zu erkennen. Bei einem Podium im Gaskessel Bern vor der DSI hat Joy Schenk spontan ein Gedicht vorgetragen:

Schwiz lueg härä
Lug was passiert
Hie wird nume no debattiert
D SVP gägä Räscht vor Schwiz

[...]

Mir müesse zäme chönne rede
Dr Egoismus vrgässe
Zum ändlech Wichtigs bespräche
Um jede Pris!

Helvezin hat sich vor der DSI positioniert. Die Vorlage schien uns – auch im Hinblick auf unsere eigene Geschichte mit dem Gründungsmotiv am 09.02.2014 – zu wichtig, um über der Sache zu stehen. Wir haben uns öffentlich für ein Nein ausgesprochen. Unsere Rolle ist aber eine andere: Wir bauen die Brücken, von denen jetzt gesprochen wird. Und so wünschen wir uns von den Gewinnern Demut. Am 09.02.2014 haben die Unterlegenen die Respektierung ihrer Anliegen angemahnt. Es liegt jetzt an den Gewinnern vom 28.02.2016, als gutes Beispiel voranzugehen. Vier von zehn Stimmen haben die DSI angenommen, das ist eine hohe Zahl. Den Sorgen, Ängsten und Argumenten dieser Menschen müssen wir uns annehmen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga zeigt sich beeindruckt von der ausserparlamentarischen Dynamik. Sie mahnt hingegen mit Bestimmtheit an: «Setzt euer Engagement fort. Und baut Brücken zu jenen, die heute Ja gesagt haben.»

Da möchten wir bei Helvezin ansetzen. Wir erhoffen uns, dass das grossartige Mitwirken so vieler Menschen an politischen Fragen von Dauer ist. Wir rufen die Medien, die Politik und die Wirtschaft auf, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Bürgersinn ist der zentrale Begriff für ein funktionierendes Miteinander in unserem kleinen und vielfältigen Land. Wir alle müssen lernen, die Gräben zu überwinden. Die Worte von Lukas Hartmann aus dem Januar 2007 sind aktueller denn je: «Vielleicht wünschen wir uns hier und dort sogar das Gleiche und haben es bloss noch nicht gemerkt.»

Beni Lehmann, Herausgeber HELVEZIN

07. September 2015

Die Demokratie ist los!

Die Demokratie ist los!
© www.cineworx.ch
Die Demokratie ist los!
© www.cineworx.ch
Die Demokratie ist los!
© www.cineworx.ch
Die Demokratie ist los!
© www.cineworx.ch
Die Demokratie ist los!
© www.cineworx.ch
Die Demokratie ist los!
© www.cineworx.ch
Die Demokratie ist los!
© www.cineworx.ch

Die Schweiz, das kleine Land, das alles richtig macht? Die überraschenden Entscheidungen zu Minarett-, Ausschaffungs- und Masseneinwanderungsinitiative geben vielen Schweizerinnen und Schweizern zu denken, denn Wortlaut und Umsetzung kollidieren oft mit der Bundesverfassung der Eidgenossenschaft und mit politisch, wirtschaftlich und sozial bedeutsamen internationalen Verträgen. In Teilen der Schweizer Bevölkerung macht sich ein Unbehagen über die mögliche künftige politische Ausrichtung des Landes breit. Kritisch stimmt zudem, dass sich in den europäischen Nachbarländern immer stärker rechtspopulistische Parteien auf die Schweiz berufen und dem System der direkten Demokratie applaudieren. Wie soll man mit Volksinitiativen und Abstimmungen umgehen, die der europäischen Menschenrechtskonvention oder der Verfassung widersprechen? Ist der Volkswille in jedem Fall unumstösslich?

Dienstag, 08. September, Bern / CineMovie um 18:00 Uhr 
Mit Thomas Isler, Lea Kusano (SP) und Michel Rudin (GLP); Moderation: Thomas Haemmerli

Mittwoch, 09. September, Luzern / Bourbaki um 18:15 Uhr 
Mit Thomas Isler und dem ehemaligen Bundesrichter Giusep Nay 

Samstag, 12. September, Zürich / Riffraff 18:00 Uhr 
Anschliessend Diskussion mit Thomas Isler im Sogar-Theater 

Sonntag, 13. September, Zürich / Riffraff um 11:30 Uhr
Mit Thomas Isler; Moderation: Min Li Marti 

Dienstag, 15. September, Winterthur / KIWI Loge um 18:00 Uhr
Mit Thomas Isler und FDP-Kantonsrätin Regina Sauter; Moderation: Min Li Marti

04. September 2015

«JUGENDPOLITIK AM TISCH»

«JUGENDPOLITIK AM TISCH» | Znacht mit ALINE TREDE, CLAUDINE ESSEIVA & LEA KUSANO | in der BRASSERIE EIGER | am Samstag 12.09.2015 ab 18:30

Helvezin lädt zum Znacht. Zusammen mit der Fondation gad Stiftung (# 0 | S. 54 bis 58) bringen wir die # 0 auf den Tisch und Sie können persönlich mit den Politikerinnen und Helvezin-Patronatinnen Aline Trede, Claudine Esseiva & Lea Kusano essen und reden. 

Für das leibliche Wohl sorgt die Küche des Eiger, mit Produkten von Oli & Cäsar Bürgi - zum Teil also vom Probstenberg (# 0 | S. 22 bis 28). Die beiden werden ebenfalls mit Ihnen zusammen essen. Inklusive einem Gläschen Enzian.

Das 5-Gang-Menu bieten wir zum Preis von 80.00 CHF (exkl. Getränke) an | Anmeldungen bitte direkt an o.keller@gad.ch | wir empfehlen eine Reservierung.

30. August 2015

Fotoserie Helvezin # 0

Dieses Bild vom Ägerisee mit dem vermuteten Schlachtgelände am Morgarten war für die # 0 lange als Titelseite im Gespräch. Letztlich haben wir uns aber für den «Marignano»-Wegmeiser entschieden.
© Ruben Wyttenbach
Das Bundesbriefmuseum in Schwyz. Damals und heute Symbol der geistigen Landesverteidigung, beinhaltet es auch wenige Stücke von der Schlacht von Morgarten 1315.
© Ruben Wyttenbach
Auf dem Jolimont gibt es immer noch umfangreiche Bunkeranlagen aus dem Ersten Weltkrieg. Sie waren Teil der «Fortifikation Murten» und sicherten das Mittelland gegen das «Burgunderloch» hin.
© Ruben Wyttenbach
Mit Texten und Wandmalerei wurden die Soldaten patriotisch eingestimmt, unter anderem mit Bezug auf Adrian von Bubenberg, den Held der Schlacht von Murten 1476 gegen Karl den Kühnen.
© Ruben Wyttenbach
Die Kapelle Santa Maria mit dem Beinhaus in Marignano befindet sich mitten auf dem Schlachtfeld von 1515. Saniert wurde sie mit Spenden aus der Schweiz. Ein schlingernder Sattelschlepper hatte die Kapelle zerstört.
© Ruben Wyttenbach
Dieser Wegweiser befindet sich am Rand des Städtchens Melegnano, südlich von Mailand. Der Wegweiser führt zum Weiler mit der Kapelle Santa Maria.
© Ruben Wyttenbach

Die Fotos für Titelseite, Leitartikel und Essay sind im Helvezin eine kombinierte Arbeit zur schweizerischen Erinnerungskultur. Der Fotograf Ruben Wyttenbach war dafür in Marignano, Morgarten und auf dem Jolimont.

30. August 2015

Was sollen wir machen?

Entwurf A
© Basil Anliker
Entwurf B
© Basil Anliker
Entwurf C
© Basil Anliker
Entwurf D
© Basil Anliker

Welches Cover sollen wir nehmen? Für unsere Wahl-Compilation #GoVoteCH? Helvezin macht zusammen mit den Labels Mouthwatering, Endorphin & Equipe zu den Eidgenössischen Wahlen vom Oktober eine dreiteilige Compilation. Mit viel toller Musik aus der Schweiz. Da gehen wir jetzt an die Umsetzung.

Wir haben vier Gestaltungs-Entwürfe vor uns und wissen nicht recht weiter. Vielleicht könnt Ihr uns helfen? Anfworten bitte auf Facebook, Twitter oder Pinterest. Oder ganz einfach per .

25. Juli 2015

HELVEZIN SPOT TEASER

Neulich im Spital, ein paar Tage vor der Helvezin-Lancierung...
© 2015 Helvezin

Die Lancierung rückt langsam näher, und aus dem Spital erreicht uns folgender Clip: Die Ärzte sind beunruhigt und die Stationen langsam voll. Rätselhafte Krankheiten breiten sich aus und das Personal hat alle Hände voll zu tun. Aber in der Geburtenabteilung gibt es einen Lichtblick. Denn dort wartet Helvetia auf ihren Termin am 1. August. Bald wissen wir, ob's ein Mädchen oder ein Junge wird.

Am 31. Juli um 10 Uhr an der Medienkonferenz präsentieren die Macher von Helvezin ihr Projekt. Zusammen mit einer Handvoll Botschafter, darunter David «Knackeboul» Kohler, Meral Kureyshi, Daniel C. Rohr & Remo Galli.

Um 11 Uhr folgt eine 1. August-Rede und im Anschluss verteilen Helvezin-Kolporteure die # 0 auf dem Bahnhofplatz in Bern. Wer also eine druckfrische Ausgabe will, kann sich dort eine ergattern, von 11:30 bis 12:30. Und sicher sein, dass er zu den absolut Ersten gehört!

23. Juli 2015

Helvezin ist gedruckt - und so läuft's am 31. Juli

Helvezin # 0 in der Druckerei

Die # 0 ist gedruckt! Gassmann in Biel haben ganze Arbeit abgeliefert. Aber wir wollen eigentlich lieber von der Lancierung am 31. Juli sprechen. Um 10 Uhr an der Medienkonferenz präsentieren nämlich die Macher von Helvezin das Projekt. 

Das zusammen mit den Botschaftern David «Knackeboul» Kohler, Meral Kureyshi & Daniel C. Rohr. Neu ist auch alt Nationalrat und «Einstein» Remo Galli mit dabei. 

Um 11 Uhr folgt dann eine 1. August-Rede und im Anschluss verteilen Helvezin-Kolporteure die # 0 auf dem Bahnhofplatz in Bern. Wer also eine druckfrische Ausgabe will: Ab nach Bern!

14. Juli 2015

14. Juli 2015 - Liberté Egalité & Fraternité - EINLADUNG MEDIENORIENTIERUNG: 31. Juli 2015

zum Quatorze Juillet - unsere Einladung
© bikegeekgarden.wordpress.com

Am 31. Juli 2015 halten wir im Berner Generationenhaus die Medienorientierung zur Lancierung von Helvezin ab. Von 10:00 bis 12:00 präsentieren wir unser Projekt im Bubenbergsaal der Öffentlichkeit. Notieren Sie sich das Datum & melden Sie sich zum Besuch an, per Mail an

Am gleichen Tag von 18:00 bis 20:00 halten wir eine Vernissage am selben Ort ab, in der Cafeteria im Erdgeschoss. Kommen Sie mit uns auf Helvezin anstossen und verpassen Sie nicht die schwangere Helvetia. Die hat ja dann immerhin um Mitternacht Geburtstag!

04. Juli 2015

Lassen Sie uns nicht im Regen stehen - SAVE THE DATE: 31. Juli 2015

zum 4th of July - unser save the date

Am 31. Juli 2015 halten wir im Berner Generationenhaus die Medienorientierung zur Lancierung von Helvezin ab. Um 10:00 präsentieren wir unser Projekt im Bubenbergsaal der Öffentlichkeit. Notieren Sie sich das Datum & melden Sie sich zum Besuch an.  Und lassen Sie uns nicht im Regen stehen!

29. Juni 2015

Mitgliederversammlung Trägerverein Helvezin

Helvetia - hochschwanger! An der Helvezin MV!!!
© http://www.chili-echo.de/schick-und-gesund-durch-die-schwangerschaft/

Am vergangenen Freitag haben wir die erste Mitgliederversammlung vom Trägerverein Helvezin im Berner Generationenhaus durchgeführt. Auch dabei war die Helvetia, hoch schwanger! Wir haben den Fotobeweis.

21. Juni 2015

Der längste Tag

Danga «Grau» - mit Gastsängering Rachel Rinast
© Danga Musik

Heute ist Sommersonnenwende, also bei uns in der Schweiz der Tag mit dem meisten Tageslicht im Jahr. Genau der richtige Moment für einen extra langen Blog-Beitrag. Er dreht sich um Rachel Rinast. Die ist bald in Vancouver bei einem Fussballspiel im Einsatz. Bei der Frauen-WM im Viertelfinal zwischen Gastgeber Kanada und der Schweiz. Über sie lässt sich eine spannende Geschichte schreiben. Also eigentlich gleich mehrere.

Vor Kurzem hat mir ein Freund von dem umschlungenen Wegen von Rachel Rinast in die Nationalmannschaft der Frauen erzählt. Ungläubig habe ich zugehört, man stelle sich die Situation bei den Jungs mal vor... Also, Rinast spielt in Deutschland Fussball, beim 1. FC Köln. Nicht schlecht an sich, der DFB hat sie auf dem Radar und bei einem Nachwuchszusammenzug auch einmal in die nationale Auswahl berufen. Aber gereicht hat's nicht. Die Deutschen haben auch bei den Mädels eine unheimlich starke Truppe, die Dichte an Qualitätsspielerinnen ist echt hoch. Rachel Rinast hat sich damit abgefunden, dass ihr Traum einer WM-Teilnahme nicht in Erfüllung geht.

Ganz beiläufig erzählt sie im Frühling dieses Jahres ihrem Agenten davon, dass sie Doppelbürgerin sei. Der Vater ist Deutscher und die Mutter Schweizerin. Die haben sich in Genf kennengelernt und eine Fernbeziehung geführt. Als Kinder ein Thema wurden, zieht die Mutter nach Deutschland und am 2. Juni 1991 kommt Rachel Rinast in Bad Segeberd, einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein. Im hohen Norden wuchs Rachel auf und spielte unter anderem Fussball, ab 2012 dann in Köln.

Nun, der Agent hielt Rachel zuerst eine Standpauke. Dann rief er Martina Voss-Tecklenburg, die Trainerin der Schweizer Nationalmannschaft an. Rinast wurde für den Algarve Cup aufgeboten und stand am 4. März 2015 im ersten Gruppenspiel gegen Island zum ersten Mal auf dem Feld. Als talentierte Sängerin macht sie auch bei der Hymne eine gute Figur, Heute Nacht sieht das im ausverkauften BC Center vor 52'000 Zuschauern sicher gut aus.

Das alles bis hier ist ja schon eine Riesengeschichte. Wie gesagt, man stelle sich das bei den Männern vor. Da ringen ja Verbände schon bei 12-jährigen Doppelbürgern mit allen Mitteln darum, für welches Team sie dereinst vielleicht auflaufen werden. Und bei den Frauen geht eine ganz passable Linksaussen-Verteidigerin einfach mal vergessen. In den bisherigen Spielen war Rinast mit ihrer dynamischen Spielweise eine echte Verstärkung.

Der Bezug zur Schweiz ist auch nicht aus der Luft gegriffen. Rachel besuchte die Heimat der Mutter regelmässig. Und zuhause gab's immer Käse aus den Alpen. Ein grosser Teil der Verwandtschaft lebt im Toggenburg und das Engading kennt sie aus den Ferien. „Ich dachte immer, es sei nicht interessant, dass ich beide Pässe besitze“. Und jetzt ist ihr Traum doch noch wahr geworden und sie spielt an der Frauen-WM.

Aber die Geschichte geht noch weiter, mindestens zwei Kapitel warten da noch.  Dass Rinast singen kann, habe ich schon geschrieben. Sie hat sogar ein Stipendium gekriegt, sich dann aber für den Sport entschieden. In Köln hat sie mit dem Rapper Danga ein Lied gemacht. Zu «Grau» gibt's ein Video und Ende Juli erscheint sein neues Album.

Neben ihrer umfangreichen Schweizer Verwandtschaft fehlt ihr aber väterlicherseits eine grosse Familie. Der Vater ist Jude und ein Grossteil der Familie hat den Zweiten Weltkrieg nicht überlebt. Rachel ist stolz auf ihre Wurzeln und kennt die jüdischen Feiertage besser als die christlichen. »Mein Vater ist Jude, und ich bin als Kind konvertiert und jüdisch aufgewachsen«. Auch hat die Familie zuhause koscher gelebt und den Sabbat eingehalten. Heute sei ihr das nicht mehr immer möglich und als Sportlerin fände sie es eh nicht von dieser Welt, samstags nicht Fussball zu spielen. Rinast hat vor Kurzem auch ein fusion Fest, die «Weihnukkafeier». Und sie hat auch muslimische Freunde. Sie kennt aber auch die andere Seite: Dass es einmal, als sie noch ein kleines Kind war, eine Art Nazi-Gang in Segeberg gegeben habe, die ihre Eltern bedroht und das Familienauto mit Nazi-Stickern beklebt hätten. Doch auf ihre Heimatstadt lässt Rachel Rinast nichts kommen: »Die Segeberger haben sich toll für die Integration der jüdischen Zuwanderer eingesetzt.«

Und so spielt also eine deutsch-jüdisch-schweizerische Hip Hop Sängerin Heute Nacht den Achtelfinal gegen den Gastgeber Kanada. Und singt den Schweizerpsalm vor 52'000 Zuschauern in Vancouver. Ich werde genau hinschauen, wenn sie links die Line rauf und runter rennt und vermutlich vor Rührung über diese einzigartige Geschichte eine Träne verdrücken. Am längsten Tag.

21. Juni 2015

HELVEZIN Logos & Co.

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© 2015 HELVEZIN
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© 2015 HELVEZIN
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HELVEZIN Vielfalt in der Schweiz - mit Logo
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HELVEZIN Logo weiss unten
© 2015 HELVEZIN

Damit das auch auf der provisorischen Website einfach mal alles drauf ist.

18. Juni 2015

Redaktionsschluss Helvezin

What is Magna Carta?
© The British Library, 10.03.2015

Am Montag, 15. Juni, hatten wir Redaktionsschluss für die kommende # 0. Ein besonderer Tag für uns beim Helvezin. Aber nicht nur für uns. Das Datum hat für alle demokratischen Länder einige Bedeutung. Vor 800 Jahren wurde in England die Magna Charta unterzeichnet.

Das war zwar damals eine Urkunde, die auf Kompetenzgerangel zwischen Adel und König fusste. Aber sie ist für die Entwicklung von Recht und Demoratie ein zentraler Faktor. Die Magna Charta war später bei der Gründung der USA von Bedeutung und dann schliesslich - als Referenz - auch bei der Formulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrecht 1948 sowie der EMRK 1950.

70 Jahre nach dem Ende des Zweites Weltkrieges mehreren sich die Anzeichen, dass Menschenrechte von mehreren Seiten unter Druck geraten. Da nimmt eine Eskalation zwischen dem Westen und Russland scheinbar unaufhaltsam ihren Lauf, im Nahen und Mittleren Osten klaffen diverse Brandherde mit unerhörter Brutlität auf, die EU versteckt sich vor dem Leid hinter Stacheldraht und Paragrafen.

13. Juni 2015

In der Vielfalt liegt die Kraft

Schweiz - Argentinien, Sao Paulo 1. Juli 2014
Schweiz - Argentinien, Sao Paulo 1. Juli 2014
Schweiz - Argentinien, Sao Paulo 1. Juli 2014
Schweiz - Argentinien, Sao Paulo 1. Juli 2014
© SRF

Seit ich am Projekt Helvezin rumdenke, sehe ich die Dinge in der Schweiz mit anderern Augen. Mir fallen einfach mehr Situationen auf, oder andere. Morgen spielt unsere Nationalmannschaft im Baltikum um die Qualifikation zur Euro 2016 in Frankreich. Ich wundere mich, wer aufläuft.

Eines aber ist klar, wir haben eine starke Nati, seit ein paar Jahren zahlt sich die Nachwuchsarbeit aus und natürlich auch, dass die Schweiz für viele Menschen ein Hort von Frieden und Stabilität ist. Das Leben hat einige von ihnen hierher verschlagen. Die Eltern oder Grosseltern schon vor Jahrzehnten, in der Hoffnung nach Arbeit. Andere vor nicht so langer Zeit, weil sie Schutz gesucht haben als Waffen in Europa plötzlich wieder ein Mittel der Politik wurden. Und bei anderen ist vielleicht nur ein Elternteil in die Schweiz gekommen, das andere war schon da. 

Unsere Nati wäre nicht so stark, wenn sie nicht so vielfältig wäre. An der WM in Brasilien war unsere Truppe die multikulturellste von allen. Und es hat uns weit gebracht. Bis in die 119. Minuten gegen die Fussball-Grossmacht und späteren Finalteilnehmer Argentinien. Ich erinnere mich gerne an die Momente als das ganze Land gebannt zuschaute und stillstand. Fast hätte es gereicht für einen Coup. Ich bin aber sicher, dass diese Mannschaft nächstes Jahr absolut fähig ist, ein sensationelles Turnier zu spielen.

Und genau so denke ich, dass die Vielfalt für die ganze Gesellschaft viel Potential aufweist. Ich sehe das jeden Tag in unzählig vielen Situationen im ganzen Land. Ich habe die Augen offen und muss oft schmunzeln und noch öfter staunen. Früher war die Vielfältigkeit zwischen Berg- und Stadtbewohnern zu suchen, zwischen Welschen und Deutschschweizern, zwischen Tessinern und Wallisern, zwischen Bernern und Thurgauern, zwischen Katholiken und Prostestanten, zwischen Liberalen und Konservativen. Heute ist die Vialfalt ungleich grösser.

Darum: Hopp Schwiiz! Nicht nur Morgen in Litauen.

12. Juni 2015

Einladung Mitgliederversammlung Trägerverein

Am Freitag, 26. Juni 2015 findet im Berner Generationenhaus die erste Mitgliederversammlung vom Trägerverein Helvezin statt. Wir laden zwischen 1400 und 1600 herzlich ein. Neumitglieder dürfen gerne vor Ort eine Mitgliedschaft abschliessen, oder das Anmeldeformular nutzen oder gleich direkt einzahlen.

Mitgliedschaften lassen sich direkt per Einzahlung registrieren: Postfinance # 89-278960-3 | Trägerverein Helvezin | 3000 Bern. Die Jahresmitgliedschaft kostet 120 Franken. Oder reduziert 60 Franken (Auszubildende & Rentner). Sowie 600 Franken für Gönner & Institutionelle. Spenden können ab 5 Franken getätigt werden. Bitte unbedingt Mail-Adresse vermerken!

11. Juni 2015

Wer war's?

aus dem Frauenspital Bern - ein Ultraschall-Bild von der Helvetia

Unsere liebe Landesmutter Helvetia hat Anfang November 2014 eine folgenschwere Nacht durchlebt. Am Abend des 5. war sie in Bern und offenbar wächst seither etwas Kleines heran. Einer unserer Investigativreporter ist der Sache seither auf der Spur. Obwohl die Helvetia viel unternimmt um Diskretion zu wahren, es gelingt nicht immer. Hebammen vom Frauenspital Bern bestätigen uns - natürlich anonym - schon seit dem Frühling, dass es Nachwuchs gibt. Jetzt haben wir vom Personal am Frauenspital ein Ultraschall erhalten, ein stichhaltiger Beweis also. Wir bleiben auf jeden Fall dran und informieren weiter. Nach unseren Berechnungen sollte der Termin Ende Juli zu liegen kommen.

08. Mai 2015

V-E-Day

Schweiz, 2015
Paris, 1945
New York, 1945
London, 1945
Berlin, 1945

Am Tag an dem vor 70 Jahren 1945 in Europa die Waffen endlich schwiegen, beenden auch wir eine hektische Phase: Alle Aufträge für die # 0 sind raus und wir halten inne, gedenken dem ersten Tag der europäischen Friedensarchitekur und setzen unser Projekt bewusst in einen inhaltlichen Konzept dazu. Darum pflanzen wir Heute eine digitale Linde.

01. Mai 2015

An die Arbeit!

Wir vom Helvezin haben uns gedacht, wir nutzen den Feier- und Kampftag der Arbeiterbewegung, um die Auftragsdispositionen für die Inhalte der # 0 zu versenden. Soziale Themen werden eine gewichtige Rolle einnehmen, wie grüne oder liberale auch.